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Musik bei Angst – 432 Hz Musik und ihre Wirkung

Musik bei Angst – 432 Hz Musik und ihre Wirkung

 

Musik bei Angst – 432 Hz Musik und ihre Wirkung waren mir bis vor kurzem unbekannt. Eine sehr gute Freundin hat mich darauf aufmerksam gemacht und anschließend habe ich selbst recherchiert. Hier möchte ich mit dir einige Ergebnisse teilen.
Noch kurz zur Erklärung: Hz=Hertz und gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an.

 

Welche Musik wir „normalerweise“ hören

1939 wurde in einer internationalen Konferenz in London fast weltweit der künstliche Kammerton 440 Hz einheitlich bestimmt. Die meisten Musikinstrumente werden in 440 Hz produziert, doch lassen sich beispielsweise Klavier, Geige und Gitarre leicht  auf den Harmonischen Ton 432Hz umstimmen.
Einige Theorien besagen, dass diese Frequenz zu Störungen, Disharmonie und Uneinigkeit führen. Zusätzlich stimulieren sie das steuernde Organ des Körpers – das Gehirn – in disharmonische Resonanz.
Ich möchte mich an dieser Stelle von Theorien, die es dazu gibt, distanzieren und mich in diesem Artikel mehr auf die Erforschung der heilsamen Wirkungen der 432 Hz Musik beziehen.

432 Hz Musik und ihre Wirkung

Der Schweizer Wissenschaftler und Sachbuchautor Hans Cousto wurde durch die Berechnung der „harmonikalen Kammertöne“ bekannt, die er von astronomischen Begebenheiten abgeleitet hat. Er transponierte mittels Oktavgesetz Planetenumlaufbahnen in hörbare Töne. Demnach schwingt die Erde in ihrem Jahreston auf Cis – bei 136 Hz.
Dies wiederum entspricht in Indien dem natürlichen Kammerton, auf den die Grundstimmung der Sitar und das heilige OM intoniert wird. Folgt man nun diesem Grundton in seiner natürlichen Tonfolge nach oben, gelangt man zum A1= 432 Hz. (Von Sven Wild basierend auf Inhalten aus dem Buch „Die Oktave“ von Hans Cousto)

Die Wirkung von 432 Hz Musik

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sich aus der Frequenz des natürlichen Kammertons auch die natürlichen Schwingungszahlen der Stimmbänder beim Singen und die der Lippen beim Blasen und Pfeifen ableiten lassen, sowie alle Eigentöne mittönender Resonanzkörper im menschlichen Körper, und selbst die kleinen Intervalle des Vogelgesangs.

Laut Dr. Rudolf Steiner und anderen Forschern soll die 432 Hz Frequenz folgende Wirkungen haben:

– Förderung der körperlichen Entspannung
– Förderung der seelischen Entspannung
– Stimmungsaufhellung
– ein Gefühl des inneren „Berührtseins“
– Musik mehr zu fühlen als nur zu hören
– mit den eigenen Gefühlen stärker in Kontakt zu kommen
– ein inneres Sich-Öffnen für Entwicklungs- und Heilungsprozesse

Einschub: Die Schumann-Resonanzfrequenz

Die „Schumann-Frequenz“ (benannt nach dem deutschen Physiker und Elektroingenieur Winfried Otto Schumann) bezeichnet das Phänomen, dass elektromagnetische Wellen bestimmter Frequenzen entlang des Umfangs der Erde stehende Wellen bilden. Die Grundfrequenz liegt bei 7,83 Hertz.
„Untersuchungen haben ergeben, dass die Schumann-Frequenz in exakter Resonanz mit der Hippocampus-Frequenz des Menschen und aller Säugetiere ist. Das Fehlen dieser Schwingungen kann Störungen des Allgemeinbefindens wie Benommenheit, Kopfschmerzen, Pulsveränderungen und Atemveränderungen erzeugen. Die Schumann Frequenzen sind quasi Schönwetterfrequenzen und tragen zu unserem Wohlbefinden bei. (…) Diese heilende Frequenz ist zuständig für das Aufladen des Körpers mit Energie, das Immunsystem funktioniert besser, sie sorgt für gute Laune, Kreativität, die Fähigkeit zu lernen, zu studieren und das Gedächtnis zu verbessern. Man nennt sie auch die Frequenz der Erde.“ (Time for you auf Youtube)

Höre gerne selbst hinein, was diese Klänge mit dir machen 🙂 – HIER klicken.

Teste selbst und wähle, was dich unterstützt 🙂

Ist der Mensch nun der heute geläufigen und allgegenwärtigen Schwingungen und Musik auf 440 Hz Basis ausgesetzt, können dadurch Stress und Anspannung entstehen, weil sich das Ohr und das Gehirn sozusagen die Töne zurechtbiegen und zurechthören müssen, um somit diese „künstlichen“ Töne in das natürlich angelegte Resonanzsystem des Menschen anzugleichen und zu integrieren. So kann Musik in 432 Hz Wohltat und Entspannung für den Menschen sein. (Von Sven Wild basierend auf Inhalten aus dem Buch „Die Oktave“ von Hans Cousto)

Wenn du möchtest, beschäftige dich gerne selbst ein bisschen mit diesem Thema und höre und vergleiche, was dir gut tut. Wenn du auf Youtube 432 Hz eingibst, taucht viel wohltuende Musik auf und auch viele Musiker, ließen ihre Musik auf 432 spielen, wie Bob Marley, Enya, Snatam Kaur, Phil Collins, Queen und viele mehr.

Mir hilft diese Musik gerade in der jetzigen Zeit sehr und ich würde mich freuen, wenn ich dich mit diesem Artikel inspirieren und in dieser besonderen Zeit unterstützen konnte.

Alles Liebe uns von Herzen,
Brigitte

By |März 21st, 2020|Selbstheilung Körper|Kommentare deaktiviert für Musik bei Angst – 432 Hz Musik und ihre Wirkung

Meditation trifft Tod – mit der Angst vor dem Tod anders umgehen

Meditation trifft Tod – mit der Angst vor dem Tod anders umgehen

 

Meditation trifft Tod – mit der Angst vor dem Tod anders umgehen. Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben schenkt uns einen anderen Blick auf das Leben. Denn nur, wenn wir auch den Tod in unser Leben integrieren, sind wir fähig unserem Leben angemessen zu begegnen und es in vollen Zügen zu genießen.

Mir hat „Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“ vor vielen Jahren einen anderen Blick auf das Leben und den Tod geschenkt und es hat mich überrascht, wie detailliert hier die inneren Prozesse während des Sterbens und nach dem Tod beschrieben werden. Beeindruckend und wachrüttelnd zugleich.

Was mir an diesem Buch so gut gefällt: die unglaubliche Tiefe und warme sowie einfache Sprache.

 

Der Tod in der modernen Welt

„Ich begriff, dass die Menschen heutzutage lernen, den Tod zu verdrängen, und daher im Sterben nichts als Vernichtung und Verlust sehen. Daraus folgt, dass die meisten Menschen den Tod entweder vollständig leugnen oder in Angst vor ihm leben. (…)
Andere sehen dem Tod mit einer naiven, gedankenlosen Zuversicht entegegen. Sie denken, aus irgendwelchen unbekannten Gründen werde schon alles gutgehen, und man müsse sich keinerlei Sorgen machen. Wenn ich an diese Menschen denke, werde ich immer an den Ausspruch eines tibetischen Meisters erinnert: „Die Menschen nehmen den Tod oft allzu leicht und denken: ‚Was soll’s, der Tod ereilt schließlich jeden. Was ist schon dabei, er ist etwas ganz Natürliches, es wird schon werden.‘ Das ist eine nette Theorie – bis man dann stirbt.“ (S. 22)

Die Bedeutung des Lebens

Es ist eine traurige Tatsache, dass die meisten von uns ihr Leben erst dann zu würdigen beginnen, wenn es ans Sterben geht. (…) Der Buddhismus sieht Leben und Tod als eine Ganzheit, wobei der Tod ein neues Kapitel im leben einleitet. Der Tod ist ein Spiegel, in dem der ganze Sinn des Lebens reflektiert wird.“ (S.25 f.)

Allein aus diesem Grund macht für mich die spirituelle Praxis, Bewusstsein, Achtsamkeit und Meditation enorm viel Sinn. Die Natur des Geistes zu ergründen, das Leben in jedem Augenblick bewusst zu erleben und zu prüfen, wie sehr unser Leben mit unserem Herzen in Übereinstimmung ist.

Meditation und das Beständige

Hier möchte ich einen wesentlichen Grund hervorheben, weswegen Meditation auch unter dem Aspekt des Lebens und Sterbens so bedeutsam ist:
„Vielleicht ist aber die eigentliche Ursache unserer Angst die Tatsache, dass wir nicht wissen, wer wir wirklich sind. Wir glauben an eine persönliche, einzigartige und unabhängige Identität. Wagen wir es aber, diese Identität zu untersuchen, dann finden wir heraus, dass sie völlig abhängig ist von einer endlosen Reihe von Dingen: von unserem Namen, unserer „Biographie“, von Partner, Familie, Heim, Beruf, freunden, Kreditkarten … Auf diese brüchigen und vergänglichen Stützen bauen wir unsere Sicherheit. Wenn uns all das genommen würde, wüssten wir dann noch, wer wir wirklich sind? (…)
Wenn wir sterben, lassen wir alles zurück, vor allem unseren Körper, (…) aber auch unser Geist ist um keine Spur verlässlicher (…): andauernd hüpft er hin und her.“ (S. 32 f.)
Auch in der Meditation verabschieden wir uns immer wieder von unsere selbstgebauten 🙂 Persona und suchen das auf, was nicht vergänglich ist.

Aufwachen statt Angst haben

„Wir müssen uns Zeit zu Zeit aufrütteln und uns wirklich fragen: „Wenn ich heute nacht sterben müsste, was dann?“ Wir wissen weder, ob wir morgen aufwachen, noch wo. Wenn du ausatmest und nicht wieder einatmen kannst, bist du tot. So einfach ist das. Wie ein tibetisches Sprichwort sagt: „Der morgige Tag oder das nächste Leben – was zuerst kommt, wissen wir nie.“
Einige der berühmten Meister einer kontemplativen Tradition Tibets pflegten abends, wenn sie sich schlafen legten, ihe Tassen sorgfältig zu säubern und sie dann umgekehrt neben ihr Bett zu stellen, da sie ja nicht sicher sein konnten, ob sie morgen wieder aufwachen und überhaupt noch einmal Verwendung für sie haben würden. Jeden Augenblick lebten sie mit der Möglichkeit ihres baldigen Todes.“ (S. 39)

Insbesondere diese Passage ist mir heute immer noch bildlich im Gedächtnis. Dieses Bild lässt mich immer wieder sehen, wie ich meine Wohnung verlasse, welche Gegenstände ich nicht mehr brauche, ob ich noch jemandem etwas schulde, was ich jemandem noch sagen möchte, was noch tun oder erleben möchte … Denn der Körper ist ein Geschenk, der uns vieles tun und erfahren lässt, was wir als Geistwesen nicht können 🙂

Das Buch gibt es hier auf Amazon.

Ich wünsche dir viel Freude beim Anschauen, Anhören und Praktizieren!
Vielleicht sehen wir uns ja in meinen Meditationen, Workshops über Trauer und Meditation oder auf Youtube in meinen Videos zu diesen Themen!

Von Herzen,
Brigitte

By |Januar 29th, 2020|Selbstheilung Körper|Kommentare deaktiviert für Meditation trifft Tod – mit der Angst vor dem Tod anders umgehen

Die geistige Welt: Medium, Film und Meditationen

Die geistige Welt: Medium, Film und Meditationen

 

Hier findest du Informationen über die geistige Welt: das Medium Chico Xavier, seine Bücher, sein Film und Meditationen, um dich selbst für die geistige Welt zu öffnen.

Die geistige Welt: Medium

Eines der bekanntesten Medien war Francisco Cândido Xavier (1910 – 2002). Chico Xavier lebte in Brasilien und psychografierte. Das heißt, er schrieb auf, was ihm die geistige Welt eingab. Seine Bücher – insgesamt 400 Werke – beeinflussten nachhaltig die spiritistische Bewegung Brasiliens. Der Verkaufserlös seiner Werke wurde zu karitativen Zwecken gespendet.
Er trat im Radio und Fernsehen auf. Er schrieb zahlreichen Menschen auch die Botschaften von ihren geliebten Verstorbenen auf. International bekannt wurde Chico Xavier 1979, als im Prozess gegen einen jungen Mann, dem der Mord an einem Freund vorgeworfen wurde, eine von Chico Xavier psychographierte Nachricht des Toten als Beweismittel vom Gericht angenommen wurde. Der Angeklagte
wurde daraufhin freigesprochen.

Die geistige Welt: psychografierte Bücher von Chico Xavier

Folgende seiner Bücher gibt es in deutscher Sprache:
– Diktiert vom Geistwesen André Luis:
Unser Heim. Das Leben in der spirituellen Welt, Die Boten, Missionare des Lichts, Arbeiter des ewigen Lebens, In der grösseren Welt und Im Bereich der Medialität, Befreiung.
– Diktiert vom Geistwesen Emanuel: Lebendige Quelle.

„Alles ist Liebe. Sogar der Hass, den du als Antithese der Liebe ansiehst, ist nichts weiter als die Liebe selbst, die sehr schwer erkrankt ist.“ (Chico Xavier)

Vom Leben des brasilianischen Mediums gibt es einen Film.

Die geistige Welt: Film

Der erfolgreiche aber selbstsüchtige Arzt Dr. André Luiz (Renato Prieto) stirbt bei einer Operation und befindet sich in einer bedrohlich wirkenden Wüste mit Wesen, die in den Schatten leben. Als er aus tiefstem Herzen betet, holen ihn die Lichtwesen und helfen ihm zu genesen. Er lernt das Leben in dieser anderen Dimension kennen und schätzen.
Als Zuschauer sehen wir, dass es nicht egal ist, wie wir leben, wie unsere Gebete in der geistigen Welt ankommen, wie wir auf geistigen Ebenen weiter heilen und uns entwickeln und möglicherweise inkarnieren.

Ich sehe mir seit 2014 diesen Film jedes Jahr an. Natürlich braucht es eine gewisse Offenheit, diesen Film anzusehen. Zumindest die Offenheit, dass die geistige Welt existieren könnte – dann kann der Film wirklich tief berühren und viele Fragen und Erkenntnisse mit sich bringen.

Den Film gibt es hier auf Amazon.

Bei meinem Lehrer Daniel Hertlein darf ich seit vielen Jahren in Behandlungen, Meditationen und auf Veranstaltungen die Energien der geistigen Welt und aufgestiegener Meister direkt in meinem Körper erleben. Und dadurch wie sich unzählige Blockaden aus meinem physischen und energetischen Körper lösten. Wenn man es so unmittelbar erlebt und danach bestimmte Probleme, Blockaden, Gefühle (wie Ängste) etc. nicht mehr existieren, besteht kein Zweifel mehr daran, dass es eine geistige Welt gibt.

Die geistige Welt: Meditationen

Um dich selbst mit der geistigen Welt zu verbinden, kann ich dir folgende Meditationen und folgendes Buch empfehlen. Durch das Klicken auf das Bild wirst du zum jeweiligen Produkt weitergeleitet. Wie bei allem im Leben, ist auch das erlernbar und abhängig von einer regelmäßigen Praxis.

Ich wünsche dir viel Freude beim Anschauen, Anhören und Praktizieren!

Von Herzen,
Brigitte

By |Januar 27th, 2020|Selbstheilung Körper|Kommentare deaktiviert für Die geistige Welt: Medium, Film und Meditationen

Ganz ohne Milch?! Milch gesundheitlich beleuchtet

Ganz ohne Milch?! Milch gesundheitlich beleuchtet

 

Es ist für Menschen nicht natürlich Kuhmilch zu trinken. Die menschliche Milch (Muttermilch) ist für den Menschen. Kuhmilch ist für Kälber.
Sie brauchen weder Kuhmilch noch Rattenmilch, Pferdemilch oder Elefantenmilch. Kuhmilch ist eine fettreiche Flüssigkeit, die exquisit dafür entworfen wurde, um ein Babykalb zu einer Kuh wachsen zu lassen. Das ist die Hauptaufgabe von Kuhmilch und nichts anderes!“
(Dr. Michael Klaper MD, amerikanischer Arzt, veganer Gesundheitsberater, Konferenz- und Veranstaltungsredner sowie ein Autor)

 

Nach allem, was ich mir über Milch und ihre Wirkung auf die menschliche Gesundheit angelesen und angehört habe, möchte ich in diesem Artikel einen Ausschnitt des Buchs „Vegan-Klischee, ade“ von Niko Rittenau (Ernährungsexperte, Hochschuldozent, Seminarleiter und Speaker) zitieren. Für weitere Fragen zu veganer Ernährung kann ich dir seinen Youtube-Kanal empfehlen.

Ganz ohne Milch?! Kalzium und Protein rein pflanzlich decken.

 

Bild von Niko Rittenau

Die Werbung suggeriert uns, dass Milch- und Milchprodukte ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Speiseplans sind, damit wir starke Knochen bekommen. Über die Jahrzehnte hinweg haben sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten dutzende Prominente ihr Gesicht für die Bewerbung von Milch hergegeben und Spots wie „Die Milch macht’s“ sollen dem Zuschauer die gesundheitlichen Vorteile von Kuhmilch durch die Werbung suggerieren. Aber ist es nicht eine sprichwörtliche „Milchmädchenrechnung“, dass wir als Menschen im Erwachsenenalter die Muttermilch einer artfremden Spezies benötigen, um unsere Knochen zu erhalten?

Aus epidemiologischen Studien kennen Forscher den Zusammenhang, dass Personen mit hohem Milchkonsum nicht nur keine niedrigeren Osteoporose- und Hüftfrakturraten, sondern zum Teil sogar höhere Raten aufweisen33. Der Konsum von Milch scheint darüber hinaus aufgrund ihres sehr hohen Gehalts an gesättigten Fetten, Cholesterin, Östrogenen34 und anderen Wachstumshormonen35 ein erhöhtes Risiko für eine ganze Reihe an Folgeerkrankungen mit sich zu bringen. Dazu zählen krankhafte Hautveränderungen wie Akne36 aber auch (hormonsensitive) Krebsarten wie Prostatakrebs37,38. Darüber hinaus scheinen Kinder, die zu früh abgestillt werden und stattdessen Folgemilchprodukte auf Tiermilchbasis bekommen, ein erhöhtes Risiko für Typ I Diabetes zu haben39.

Bild von Paul Brennan (Pixabay)

Dr. Claus Leitzmann schreibt in seinem Buch „Vollwert-Ernährung“, dass Milch, wie alle tierischen Produkte mit hohem Proteingehalt, als Säurebildner in unserem Körper verstoffwechselt wird. Entgegen der langjährigen Hypothese scheint diese erhöhte Säurelast im Körper aber nicht durch das Kalzium im Knochen abgepuffert zu werden40,41. Die Säurelast wird neueren Untersuchungen zufolge weniger durch Kalzium aus dem Knochen als vielmehr durch Aminosäuren aus der Skelettmuskulatur neutralisiert, aus denen der Körper Substanzen synthetisieren kann, welche die überschüssige Säurelast abpuffern42. Dies könnte den im Alter oft beobachteten Muskelverlust in ein neues Licht rücken, den wir bisher als normales Zeichen des Alterns wahrgenommen haben. So könnte eine Atrophie der Muskulatur, also ein Abbau der Skelettmuskulatur, am Ende weniger ein Zeichen des höheren Alters als vielmehr ein Zeichen von einer jahrzehntelangen falschen Ernährungsweise sein.

Das liefert uns aber trotzdem noch keine Lösung für die Beobachtung mit der erhöhten Rate an Osteoporose und Hüftfrakturen in Ländern mit hohem Milchkonsum. Die Antwort auf dieses Rätsel wird wie so oft vermutlich nicht monokausal sein, aber ein Teil der Antwort könnte die sogenannte Galactose (Schleimzucker) in der Milch sein, die bei einer seltenen Stoffwechselstörung namens Galactosämie sogar zum Tod führen kann43. Wissenschaftler haben die Hypothese aufgestellt, dass dieser Schleimzucker auch bei Menschen ohne dieser Erkrankung und daher ohne akute Beschwerden trotzdem negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Knochen haben kann und ein mögliches Erklärungsmodell für die steigende Osteoporoserate mit steigendem Milchkonsum in epidemiologischen Untersuchungen liefern könnte44.

Kommen wir auf unsere anfangs gestellte Frage zurück: Ist es möglich, seinen Kalziumbedarf rein pflanzlich zu decken? Oder müssen all die Begleitstoffe in der Milch sowie das Leid der Kuh, des Kälbchen und die negativen Auswirkungen auf die Umwelt in Kauf genommen werden, damit unsere Knochen genügend Kalzium bekommen? Die Sachlage ist eindeutig.

Bild von Lisa Redfern (Pixabay)

Auch rein pflanzlich kann man seinen Kalziumbedarf spielend decken. Immerhin kommen alle Mineralstoffe und Spurenelemente erstmals aus der Erde und werden von Pflanzen gespeichert, die dann von pflanzenfressenden Tieren verzehrt werden. Ich bekomme meine Proteine, mein Eisen und alle anderen essenziellen Nährstoffe lieber ohne den Umweg über das Tier direkt von der Pflanze. Das spart Ressourcen und ich kann viele Begleitstoffe wie gesättigte Fette und Cholesterin vermeiden, die tierische Produkte zwangsweise mitbringen.

Dass wir vermutlich täglich gar nicht die offiziell empfohlenen 1000 mg Kalzium zu uns nehmen müssen, zeigen Untersuchungen, die gar keinen Unterschied in der Knochengesundheit zwischen Personen mit einer täglichen Aufnahme von 600 mg und einer Aufnahme von 1200 mg Kalzium feststellen konnten45. Unter 600 mg sollte die tägliche Aufnahme jedoch nicht liegen. Auch wenn wir vielleicht nicht die vollen 1000 mg benötigen, würde ich im Zweifelsfall lieber die 800 mg als Minimum anpeilen.

 

Sollten wir trotzdem 1000 mg oder mehr aus Pflanzen aufnehmen ist das auch völlig in Ordnung, aber wir sollten stets im Hinterkopf behalten, dass wir vielleicht gar nicht zwingend so viel benötigen. Milch enthält im Schnitt etwa 120 mg Kalzium auf 100 ml. Den gleichen Wert von 120 mg enthalten auch diverse Pflanzenmilchsorten in Bioqualität, wenn diese mit dem Zusatz „+Kalzium“ gekennzeichnet sind. Hier wird aber nicht einfach Kalzium zugesetzt, sondern ein ganz spezielles und noch wenig bekanntes Lebensmittel namens „Lithothamnium Calcareum“ zugegeben. Dieser Name bezeichnet eine ursprünglich rote Kalkalge, die im Meerwasser an Küsten wächst und im Handel als getrocknetes Pulver angeboten wird.

 

Das Pulver ist allerdings weiß, da die Alge während dem Trocknen ihre Farbe verliert. Dadurch, dass die Alge im Meer wächst, hat sie mitunter auch einen recht hohen Jodgehalt, was uns auch bei der Deckung des im nächsten Kapitel besprochenen Jodbedarfs ganz ohne den Verzehr von Fischen zugutekommt. Die Kalkalge ist so sagenhaft reich an Kalzium, dass sie auf 100 g Trockengewicht im Durchschnitt zirka 30.000 mg Kalzium enthält. Daher reichen bereits etwa 3 g aus, um den kompletten Tagesbedarf in Normhöhe und vermutlich bereits 2 g um den vermuteten tatsächlichen Bedarf zu decken.

Bild von Alexas Fotos (Pixabay)

Einige Lebensmittel wie Brokkoli, Spinat, Grünkohl und Brennnesseln sind ebenfalls besonders reich an Kalzium. Auch viele Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Samen und Nüsse liefern ebenfalls bedeutende Mengen an Kalzium für unsere Knochen. Gehemmt wird die Aufnahme von Kalzium durch Phytinsäure (z.B. Getreide) und Oxalsäure (z.B. Spinat) wobei sich die Oxalsäure im Spinat durch Kochen und die Phytinsäure im Getreide durch Einweichen, Keimen und Kochen ebenfalls reduzieren lässt. So kann eine vollwertige pflanzliche Ernährung auch ohne diese Kalkalge unseren Tagesbedarf spielend decken. Manche Mineralwässer wie „Aqua Römer“ enthalten ebenfalls so viel Kalzium, dass bereits die täglichen 2 L Wasser, die wir ohnehin trinken müssen, unseren kompletten Tagesbedarf an Kalzium decken, wenn es sich dabei um sehr kalziumreiche Wässer handelt. Dies trifft allerdings nicht auf alle Mineralwässer zu. Der tägliche Bedarf an Kalzium für Schwangere und Stillende ist übrigens gleich hoch wie jener von Frauen im selben Alter, die nicht stillen oder schwanger sind46.“

Ich hoffe, der Artikel war informativ für dich und hat dir geholfen.
Mehr Informationen über die Vorteile pflanzlicher Ernährung findest du in Niko Rittenaus Buch „Vegan-Klischee ade“ und auf seiner Webseite.
Ich danke an dieser Stelle Niko, der uns hier seine Arbeit zur Verfügung gestellt hat!

Hier habe ich nun noch ein Rezept für „Goldene Milch“ für dich!

Die Goldene Milch ist ein gesunder Drink mit dem Superfood Kurkuma.
Sie besteht aus Pflanzenmilch, Kurkuma, Ingwer und einigen weiteren Zutaten. Sie schmeckt sehr lecker, wärmt den Körper, soll stark entzündungshemmend wirken und vor Erkrankungen der Gelenke schützen.

Bild von Ajale (Pixabay)

  • 360 ml ungesüßte Hafermilch oder Mandelmilch1 ½ Tassen
  • 360 ml Kokosnussmilch1 ½ Tassen
  • 1 ½ TL Kurkumapulver oder frische Kurkuma Wurzel *
  • ¼ TL Ingwerpulver oder frische Ingwer Wurzel *
  • ¼ TL Zimtpulver oder eine Zimtstange
  • 15 g Kokosnussöl1 EL
  • Eine Prise frisch gemahlener Pfeffer (verstärkt die Bioverfügbarkeit von Kurkumin)
  • 2 TL Kokosnusszuckeroder Ahornsirup
  1. Alles zusammengeben und unter Rühren in einem Topf heiß werden lassen
  2. Bevor es kocht vom Herd nehmen, abkühlen lassen und genießen
  3. Achtung: Kurkuma färbt stark ab, wenn du damit in direkte Berührung kommst

Das Rezept und viele weitere vegane Rezepte findest du bei Caro unter https://www.veganevibes.de

Alles Liebe,
Deine Brigitte

By |Januar 17th, 2020|Selbstheilung Körper|Kommentare deaktiviert für Ganz ohne Milch?! Milch gesundheitlich beleuchtet

Milch-Meditation: Kuhmilch ethisch und mitfühlend beleuchtet

Milch-Meditation:
Kuhmilch ethisch und mitfühlend beleuchtet

In diesem Artikel möchte ich Informationen geben, die ich lange Zeit nicht hatte. Ich war 15 Jahre Vegetarierin und dachte, mit dem Verzicht auf Fleisch kein Leid mehr zu erzeugen. Vor sechs Wochen erst entdeckte ich, wieviel Leid erzeugt wird, nur damit ich andere tierische Produkte essen kann, auf die ich inzwischen auch verzichten kann. Vielleicht findest du hier ebenfalls Informationen, die du noch nicht hattest. Ich finde es immer toll, zumindest so viele Informationen zu haben, damit ich eine Wahl habe. Uninformiert habe ich keine Wahlmöglichkeiten.

Milch-Meditation

Bild von congerdesign (pixabay)

Was sehen wir, wenn wir vor einem Glas Milch sitzen? Wie fühlen wir uns? Welches Verlangen haben wir?

Die Praxis der Dankbarkeit und des Buddhismus inspirieren dazu, vor dem Essen oder Trinken kurz innezuhalten und die Nahrung zu betrachten. Unsere Nahrung entsteht aus unzähligen Verbindungen. Wir können uns also damit verbinden, woher sie kommt, wer daran mitgewirkt und mitgeholfen hat, dass sie nun so vor uns liegt. Diese Praxis weitet unseren Blick, lässt uns Verbindungen fühlen, öffnet möglicherweise unser Herz und erfüllt es mit Dankbarkeit. Das kann bis zu den Sonnenstrahlen gehen, durch das das Gras auf der Weide wächst, auf der die Kuh grast – falls sie in einer natürlichen Umgebung sein darf.

Was wissen wir, wie es nun zu diesem Glas Milch bzw. anderen Milchprodukten wie Käse, Quark, Joghurt, Schokoriegeln etc. kommt?

Bekommen wir ganz natürlich Kuhmilch? Die Besamung.

Bild von FXQuadro (Shutterstock)

So wie alle Frauen und andere weiblichen Säugetiere, produziert eine Kuh nur dann Milch, wenn sie schwanger ist. Die Milch dient dem Neugeborenen als wichtigste Nahrung. Wenn eine Kuh ein Kalb zur Welt bringt, wird ihr dieses gleich nach der Geburt weggenommen, damit wir die Milch bekommen.

Schwanger werden die Kühe heutzutage in der Milchproduktion nicht durch einen genussvollen Verkehr mit einem Bullen ihrer Wahl auf freier Wiese, sondern indem ihnen ungefragt ein Mensch seinen Arm bis zur Schulter in die Vagina schiebt. Hat er die Gebärmutter erwischt, führt er dann mit der anderen Hand eine fast einen Meter lange Kanüle ein. Frisches, eingekauftes Bullensperma wird gespritzt. Ist die Besamung erfolgreich, beginnt die Milchproduktion und neun Monate später kommt ein Kälbchen zur Welt.

„Der schlimmste Schrei, den ich je gehört habe, ist, bei weitem, eine Mutterkuh auf einem Milchviehbetrieb, die Tag für Tag schreit, dass ihr ihr gestohlenes Baby zurückgegeben werden soll. Und warum stehlen Menschen die Babys von ihren Kuh-Müttern?
Nun, die Milchindustrie kann keine kleinen Babys haben, die all die Milch aufsaugen, die für sie bestimmt war.
Jedes Mal, wenn du ein Glas Kuhmilch trinkst, ist es nicht für ein Kalb.“
(Gary Yourofsky, amerikanischer Tierrechtsaktivist und Dozent)

Kuhmilch ethisch beleuchtet – Traumatische Trennung von Mutter und Kalb

Bild von Kälberboxen von PETA

Kühe geben den Menschen weder ihre Milch noch ihr Kalb freiwillig.

Manchmal wird nicht einmal gewartet, bis das Junge auf der Welt ist. Die ungeborenen Kälber werden wegen ihres besonders weichen Leders geschätzt und früher aus dem Mutterleib geholt.
Wird das Kalb geboren, wird es der Mutter weggenommen, damit die Menschen die Milch bekommen, die eigentlich ihrem Kalb zukommen sollte. In ihr sind die Hormone, die das Kalb schnell kräftig werden lassen und es an die Mutter bindet.
Der Mensch ist übrigens die einzige Spezies, die noch nach dem Säuglingsalter Milch trinkt und die Muttermilch einer anderen Spezies trinkt.

„Der menschliche Körper braucht Kuhmilch genauso wenig wie er Hundemilch, Pferdemilch oder Giraffenmilch benötigt.“ (

Kuhmilch mitfühlend beleuchtet – traurige Milchkühe

‚Der Autor Oliver Sacks, M.D., schrieb von einem Besuch, den er zusammen mit der Rinderexpertin Dr. Temple Grandin auf einer Milchfarm absolvierte. Als sie auf dem Hof ankamen, herrschte bei den Tieren große Aufregung. Lautes Gebrüll war zu hören. „Sie haben wohl heute Morgen die Mütter von den Kälbchen getrennt“, meinte Dr. Temple Grandin, und genau das war geschehen. „Wir sahen eine Kuh außerhalb des Geheges umherstreifen, die brüllend ihr Kalb suchte. Das ist keine glückliche Kuh, das ist eine traurige, unglückliche, verärgerte Mutter, die ihr Baby zurück will. Sie brüllt nach ihm, sucht nach ihm. Sie mag den Verlust für eine Weile verdrängen, doch dann beginnt sie die Suche erneut. Es ist wie ein Grämen, Trauern – darüber wurde noch nicht viel geschrieben. Die Menschen gestehen Kühen nicht gerne Gedanken oder Gefühle zu.‘ (1)

In den derzeit ca. 64.000 Milchbetrieben in Deutschland werden Mütter und Kinder gleich nach der Geburt getrennt, auch auf Bio-Höfen. Nur wenige Landwirte machen es anders.

Gleich wieder geschwängert
Schon 6–8 Wochen nach der Geburt ihres Kalbes wird die Kuh erneut besamt und geschwängert.
Das ist inzwischen der Kreislauf einer Kuh geworden: Besamung, Trächtigkeit, Geburt, Besamung, permanente Milchproduktion, Melkprozesse und wenn sie nicht mehr nützlich ist, wird sie geschlachtet.

Von den yogischen Prinzipien Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen und Respekt vor Sexualität ist hier nichts zu sehen. Wegen dieser Prinzipien und meiner Tierliebe, die ich in meinem Herzen fühlte, wurde ich eigentlich Vegetarierin. Dass sie auch beim Milchgenuss so ignoriert werden, war mir nicht bewusst.

Die Trauer der Mütterkühe

„Vielleicht ist dieser tage- und wochenlang anhaltende Schmerz noch schlimmer als alles, was Kühen und Kälbern später im Schlachthaus geschieht. Seit der grauen Vorzeit ist es für Kälber und Kühe immer schlimmer geworden, vor allem in den letzten Jahrzehnten. Ihr Leiden ist kaum zu fassen. Man hat ihnen alles genommen, was sie als Kühe, als fühlende, intelligente Geschöpfe brauchen: Mutterliebe, Kinderliebe, enge familiäre Beziehungen, eine Großfamilie (Herde), Bewegung auf sauberen, duftenden Wiesen, Grünfutter, einen weichen Platz zum Liegen, Hörnerschmuck, natürlichen Wechsel von Schwangerschaft und Aufzucht ihrer Kinder usw. – also eigentlich ihr ganzes Leben, lange bevor sie im blutigen Grauen der Schlachthöfe umgebracht werden. (…)

Mutterliebe (seltener auch Vaterliebe) ist von der Natur als eines der stärksten und fürs Überleben wichtigsten Gefühle unzähligen Tierarten einschließlich des Menschen eingepflanzt worden. Wie intensiv dieses Gefühl und wie vernichtend seine Verletzung für Mutter und Kind sind, nahmen Menschen auch schon sehr früh bei den Tieren wahr, die sie versklavt hatten. Die erste Darstellung einer Kuh, der aus Trauer um ihr Kalb eine Träne aus dem Auge rollt, entstand vor gut 4000 Jahren in Ägypten.
Bauern, die sich heute aus der Hölle der Milchproduktion zurückgezogen haben, berichten mit Entsetzen davon, wie von ihren Kindern getrennte Kühe tage- und nächtelang ihren Schmerz in die Welt hinausschrien.“ (2)

Was geschieht mit den Kälbern?

Bild von PETA

Die Ohrmarken werden allen Kälbern meist ohne Betäubung geschossen.
Die weiblichen Kälber werden so gefüttert, dass sie zu produktiven Milchkühen werden, die männlichen Kälber zu Fleischlieferanten.
Die weiblichen Kälber ereilt dasselbe Schicksal wie ihre Mütter. Aufgrund der Milchproduktion eignen sie sich nicht zum Mästen.
Die ersten Lebenswochen verbringen die Kälber alleine in sogenannten Kälberboxen. Sie suchen nach Wärme und Zuneigung, die sie so nicht bekommen.

Da die männlichen Kälber naturgemäß keine Milch geben, sind sie für die Milchindustrie nicht nutzbar. Sie werden nach ein bis vier Wochen an Mastbetriebe verkauft und für die Fleischproduktion gemästet bis sie nach wenigen Monaten, oft bis etwa eineinhalb Jahren, meist noch als „Kleinkinder“, im Schlachthof landen.
Weniger gesunde Tiere werden schon nach ein paar Tagen geschlachtet.

Durch aufgezwungenen Bewegungs- und Eisenmangel wird das Fleisch von Kälbern zart und blassrosa gemacht.

Durch schlechte Haltungsbedingungen sterben schon viele vor dem geplanten Zeitpunkt der Schlachtung. Die Sterblichkeitsraten von Kälbern während der Aufzucht liegen bei 10 bis 15 Prozent.

Stressgeschwüre bei den Kälbern

Werden die Mägen der geschlachteten Kälber untersucht, werden bei bis zu 90% (in Italien) und bei bis zu 20% (in der Schweiz) Magengeschwüre gefunden. Die Dunkelziffer liegt viel höher, da die Mägen der Kälber kaum untersucht werden. Diese Geschwüre verursachen Schmerzen und Brennen, jedes Mal, wenn die Nahrung den Magen passiert. Die Geschwüre sind auf die schlechte Ernährung und den Stress zurückzuführen, die bereits bei der Trennung von Mutter und Kalb beginnt. (3)

Enthornung von Kälbern

Bild von Peta

Kühe und Rinder tragen ursprünglich Hörner. Mit ihnen kommunizieren sie und lösen Konflikte.
In der Haltung sind die Tiere enormen Stress ausgesetzt und damit sie sich nicht gegenseitig verletzen, werden sie enthornt. Die Hörner sind stark durchblutet und mit Nerven durchzogen. Daher ist das Enthornen eine sehr schmerzhafte Prozedur. In mehreren Ländern und auch in Deutschland darf dieser Eingriff ohne Betäubung durchgeführt werden. (4) Wie sehr sich ein Tier dabei vor Schmerzen windet, ist in der Dokumentation von ARTE „Das Leben der Kühe“ zu sehen. (5)

Wenn ein männliches Kalb zum Zuchtbullen wird

In der Dokumentation von ARTE „Das Leben der Kühe“ (2016) wird gezeigt, wie ein „Zuchtbulle“ zur Versteigerung vorgeführt wird. Friedlich und von den Scheinwerfern irritiert steht er im Rampenlicht, während Menschen mit Geld um seine Samen bieten. Züchter erhalten Trophäen.
„Seit den Anfängen der Domestizierung wird das Sexualleben der Rinder genau kontrolliert, um ideale Nutztiere hervorzubringen.“, so heißt es in der Dokumentation.
Seit 1966 beschließt das deutsche Landwirtschaftsministerium ein umfangreiches Programm zur künstlichen Befruchtung. Dafür werden männliche Kälber nach bestimmten Kriterien ausgewählt.
In einem französischen Stall wurde der Bulle Jocko Besné geboren, der bald ein „Star“ wurde: er hat 400.000 Töchter in seinem Leben entstehen lassen. Eine Kuh hat er in seinem Leben aber nie gesehen.
Fortan hatten Tiere einen genetischen Wert und es ging auf dem Markt um hochwertige Samen, um proteinreiche Milch und Leichtkalbigkeit.

Spermagewinnung – und das einsame Sexleben

Zuchtbullen verbringen ihr Leben meist in sog. „Besamungsstationen“. Zur Spermagewinnung wird ein Ochse oder sog. „Standbulle“ angebunden, der es hinnimmt, von mehreren Bullen von hinten besprungen zu werden. Es wird dabei ausgewählt, wer ruhig genug ist, sich bespringen zu lassen. Da die Bullen sehr früh von den Müttern getrennt werden, sehen sie ihr Leben lang keine Kuh und können von hinten nicht unterscheiden, ob es sich um eine Kuh oder einen Ochsen handelt.
Ein Zuchtbulle wird nie eine Kuh lebend sehen.
Ansonsten wird eine Attrappe genutzt, ein Bock, auf den der Bulle aufspringt. Das Ejakulat wird von einem Arbeiter in einer Gummivagina abgefangen. Ein Ejakulat reicht für 600 bis 800 Portionen zu je 0,25 Milliliter und kann von den Bauern für ihre Kühe nach bestimmten Kriterien ausgewählt und gekauft werden.
Die Tiere werden zu Maschinen, die weitere Maschinen erzeugen. Das bedeutet auch, dass die sehr sozialen Wesen keine Beziehung mehr zueinander haben.

Die Melkprozedur 

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Heute finden immer mehr sog. „Melkroboter“ Anwendung.
Die Kühe bei der Farm „Dairy“ in den USA kommen bis zu 3 Mal täglich für 10 Minuten auf ein Melkkarussell, wo ihre Leistungsfähigkeit während der maschinellen Melkung gemessen und ausgewertet wird. Danach geht es weiter zum Essen oder Ausruhen. Die Kühe werden im Schnitt 5 Jahre alt, „das bedeutet 3 Laktationsperioden“, so heißt es in der Dokumentation von Arte. Das Leben wird also an der Dauer der Milchproduktion gemessen. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Kuh liegt bei 15 Jahren.
Da eine Kuh nur Milch gibt, wenn sie ein Kälbchen erwartet oder hat, wird der Abstand zwischen den Schwangerschaften mittels Hormonen so gering wie möglich gehalten. „Eine Kuh wird geschlachtet, sobald der Erlös der Milch die Futterkosten nicht mehr deckt.“, so die Dairy Farm. Ist das Tier nicht produktiv genug für den Menschen, entscheidet er also über den Todestag der Kuh.

Seit den 90er Jahren verbreiten sich automatisierte Melksysteme auch in Deutschland.

Komplikationen bei der Milchgewinnung

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Ein Problem bei der Hochleistungs-Milchgewinnung ist die schmerzhafte Euterentzündung, die sog. Mastitis. Sie wird begünstigt von einer schwachen Abwehrkraft der Kuh und von den Folgen der Zucht: dass die Euterzitzen leichter zugänglich sind, damit besser gemolken werden kann und die Zitzen bzw. Milchgänge kürzer sind.

Ausgedient – der Transport zum Schlachter

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Da der Transport von Lebendtieren billiger ist als der von Fleisch, das gekühlt werden müsste, werden jedes Jahr Millionen Tiere quer durch Europa gefahren.
In Deutschland werden jährlich ca. 3,6 Millionen Rinder geschlachtet. Davon werden ca. 800.000 in Staaten außerhalb Europas transportiert.
Kälber werden schon ab einem Alter von 14 Tagen nach Spanien verkauft. Eine Fahrt, die von Deutschland aus zwei bis drei Tage dauert. Stammen die Kälber aus osteuropäischen Ländern, ist die Fahrtzeit entsprechend länger.
Seit Jahren wird dokumentiert, wie die Tiere auf den Transporten misshandelt werden. (6)

Auf dem ORF erschien 2018 ein Bericht – der auf Youtube zu sehen ist -, in dem Kühe aus „guter“ Haltung in Ägypten wiedergefunden wurden. Im Film ist zu sehen, wie brutal die Tiere zu ihrer Hinrichtung getreten und mit Stöcken geschlagen werden.

Die Tiertransportwägen fahren dabei über Landstraße bzw. Autobahn und nicht durch die Stadt – derartige Bilder werden bewusst vor der Bevölkerung fern gehalten. Auch die Schlachthöfe sind weit außerhalb. So sind wir mit dem Leid auch nicht wirklich in Kontakt und bekommen es nicht mit – außer wir sehen Undercover-Aufnahmen.

Vom Lebewesen zum Fleischstück

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Nach dem Transport werden die zu schlachtenden Rinder in eine Sammelbox gesperrt. Nach und nach wird jedes Rind einzeln in eine vergitterte Schleuse und dann in den Schlachtraum gebracht. Das tote Fleisch des „Vorgängers“ hängt teilweise bereits mit abgezogener Haut im Schlachtraum. (7)

Mit einem Bolzenschussgerät, das einen Bolzen in den Kopf des Tieres rammt, wird dieses bewusstlos gemacht. Falls es ordnungsgemäß verläuft. Wie jüngere Undercover-Aufnahmen, z. B. vom deutschen Tierschutzbüro, in deutschen Schlachthöfen, zeigen, wird ein Rind häufig auch bei lebendigem Leib geschlachtet, wenn die Betäubung nicht greift.

Für die Betäubung gibt es nur 12 Sekunden Zeit. Ca. 200.000 Rinder werden jährlich kaum betäubt geschlachtet. D. h. in Deutschland verbluten jährlich etwa 5 – 9 % aller Rinder an einem Bein aufgehängt bei vollem Bewusstsein. 10–20 % der Kühe sind bei der Tötung trächtig, so dass das Kalb dabei erstickt.

Zur weiteren „Bearbeitung“ wird das Tier mit einem Bein an einen motorbetriebenen Kettenzug befestigt und „gestochen“. Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Tier lediglich betäubt, aber nicht tot! Oft kriegen sie sogar noch mit, wie der Schlächter mit einem Messer die beiden Halsschlagadern durchschneidet oder den Bruststich ausführt.
Nach vorheriger Kühlung auf max. 7 Grad oder weniger wird der Körper in die entsprechenden Teilstücke zerlegt und kommt als Steak, Burger oder Hackfleisch in den Handel. (7)

Was sehen und fühlen wir nun, wenn wir Milch- und Fleischprodukte betrachten bevor wir sie essen oder trinken?
Mir haben diese Informationen über die Milchproduktion bis vor kurzem gefehlt.
Wenn es eine Ernährung gibt, die Leid vermeiden kann und sich zusätzlich auf das Klima und den Welthunger positiv auswirkt … erscheint es sinnbefreit, weiterhin Fleisch- und Milchprodukte kaufen, hinter denen so viel Leid steckt.

Für dich ist es ein kleiner Handgriff, für diese Lebewesen bedeutet es ein neues Leben

Foto von Ja79 (pixabay)

Pflanzenmilch wird seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen konsumiert, aber ihre Popularität ist in den letzten 10 Jahren sprunghaft angestiegen. Das Angebot an gesunden veganen Milchalternativen zum Trinken, Kochen und Backen ist so groß, wie noch nie zuvor.
Ein kleiner Handgriff von uns im Supermarkt kann über so viel Leben und Leid entscheiden.

Gut Aiderbichl rettet u. a. Milchkühe und Kälber

Hier findest du einige Videos mit einem Happy End für gerettete Kühe und Kälber:

XXL-Kuh Gina sollte trächtig zum Schlachter!

Ankunft von Kälbchen Moni

Gaucho-Tanz von Stier Bandit als Dank!

Danke, dass du diesen Artikel bis hierher gelesen hast. Ich würde mich freuen, wenn du das Gelesene auf dich wirken lässt. Wie eingangs erwähnt, wollte ich hier nur Informationen teilen, die wir in der Werbung so nicht zu sehen oder zu hören bekommen. Die Werbung zeigt nicht, wie vereinsamt Kühe, Kälber und Bullen – diese zutiefst friedlichen und sozialen Wesen – sind und wie sehr sie für unser kurzes Geschmackserlebnis leiden.
Wenn du etwas verändern möchtest, erlaube dir, es in deinem Tempo zu machen und verurteile dich nicht, wenn du einen Verzicht nicht gleich schaffst. Die meisten von uns sind mit all dem aufgewachsen und es braucht manchmal Zeit von Gewohnheiten loszulassen.

Ich danke dir für deine Zeit.
Brigitte

 

Die Schauspielerin Emily Deschanel hat auf Youtube ein ca. 2-minütiges Video gemacht, das du dir als Zusammenfassung zu diesem Artikel anschauen kannst.

Quellen:

(1) https://www.peta.de/kuehe
Oliver Sacks: „An Anthropologist on Mars: Seven Paradoxical Tales“, Vintage Books: New York, 1996

(2) https://www.tierrechte-bw.de/index.php/kuehe.html

(3) Dokumentation vom NDR „Armes Kalb: Abfallprodukt der Milchindustrie“

(4) https://proveg.com/de/5-pros/tiere/milchkuehe-kuhhaltung-milchproduktion

(5) Dokumentation von ARTE „Das Leben der Kühe“ (2016)

(6) https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/landwirtschaft/tiertransporte

(7) http://www.schlachthof-transparent.org/pages/schlachtprozess/rinderschlachtung.php

Herzlichen Dank an PETA, die mir die Fotos zur Verfügung gestellt hat! www.peta.de

By |Januar 4th, 2020|Selbstheilung Körper|Kommentare deaktiviert für Milch-Meditation: Kuhmilch ethisch und mitfühlend beleuchtet