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2 Filmtipps: Meister in buddhistischer Zen Meditation

2 Filmtipps: Meister in buddhistischer Zen Meditation

 

Hier findest du zwei Filmtipps über Meister in buddhistischer Zen Meditation: das Leben und Werk von Thich Nhat Hanh und Dogen Zenji.

Zen und die Biografie des Meisters Dogen Zenji

Dogen Zenji lebte von 1200 – 1253. Er war einer der bedeutendsten Lehrer des japanischen Zen-Buddhismus, der die Sitzmeditation Zazen und ihre Rituale von China nach Japan trug. Ich bin sehr dankbar, dass ich mit dieser Art Meditation 2007 durch meinen Lehrer in Berührung kam. Sie und Rituale von ihr sind bis heute Grundlage meiner täglichen Praxis.

„Den Weg studieren bedeutet, sich selbst studieren. Sich selbst studieren bedeutet, sich selbst vergessen. Sich selbst vergessen bedeutet, in Harmonie zu sein mit allem, was uns umgibt.“ (Dogen Zenji)

Filmtipp Nr. 1: die Biografie des buddhistischen Meisters Dogen Zenji

Am Sterbebett seiner Mutter, verspricht der 8jährige Dogen seiner Mutter, ihr ihren Wunsch zu erfüllen: dass er lernt über das menschliche Leid hinauszugehen. Im chinesischen Outback sucht er nach einem Meister und findet ihn. Er zeigt ihm, wie er Körper und Geist fallen lassen kann und führt ihn zur Erleuchtung. Sein weiteres Wirken in der Welt beginnt.

Hier findest du den Trailer auf englisch:
https://www.youtube.com/watch?v=Jfs5ETvubO8

Und hier den Film mit deutschen Untertiteln: https://www.youtube.com/watch?v=jf3CxXaacPc

Den Film als DVD mit englischen Untertiteln findest du hier.

Thich Nhat Hanh – ein buddhistischer Lehrer unserer Zeit

Thich Nhat Hanh, 1926 geboren, gehört neben dem Dalai Lama zu den angesehndsten buddhistischen Lehrern unserer Zeit. Er verbindet Buddhismus und gesellschaftliche Anliegen und findet in seinen Lehren und Büchern dabei eine Sprache, die auch für nicht-buddhsitische Menschen verständlich ist. Während des Vietnamkriegs engagierte er sich in der „Schule für Jugend und Soziale Dienste“ (SYSS), welche aus der „Vereinigten Buddhistischen Kirche von Vietnam“ hervorging, die Thich Nhat Hanh mitbegründet hatte. Die Organisation half Schulen, Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen. 1971 gründete er in der Nähe der französischen Ortsschaft Fontvannes die Landkommune „Les Patetes douces“ und einige Jahre später das Praxiszentrum „Plum Village“, in dem er lange Zeit lebte.

Filmtipp Nummer 2: Eintauchen in zen-buddhistische Meditation und Lebensweise

„Walk with me“ ist eine Dokumentation, die einen faszinierenden Blick in das Leben des berühmten buddhistischen Zen-Meisters und spirituellen Lehrers Thich Nhat Hanh und dessen Anhänger ermöglicht. Beim täglichen Leben im französischen Kloster oder bei den Reisen in die USA erhält man tiefe Eindrücke vom Leben einer wachsenden Gemeinschaft und ihren Lehren der Achtsamkeit.

Hier findest du den Trailer:
https://www.youtube.com/watch?v=APkfBrDxXW0

Den Film mit deustchen Untertiteln findest du zum Beispiel auf Amazon Prime und auf DVD.

 

Ich wünsche dir ein schönes Eintauchen in die Welt des Zen!
Brigitte

Durch Meditation einen Umgang mit dem Leid in der Welt finden

Durch Meditation einen Umgang mit dem Leid in der Welt finden

 

Vielleicht kennst du es, dass dich manchmal das Leid in der Welt so trifft, dass du entweder schnell Linderung schaffen möchtest und aktiv wirst oder dich oft ohnmächtig fühlst.
Wie können wir durch Meditation einen Umgang mit dem Leid in der Welt finden? Und aus unseren Erkenntnissen heraus dann in der Welt tätig sein?

meditation und umgang mit leid in der welt

Wie haben die Meister vor uns einen Umgang mit dem Leid in der Welt gefunden?

Als Teenager habe ich mich viel mit Gandhi und Albert Schweitzer beschäftigt. Später mit Martin Luther, Mutter Theresa und Nelson Mandela. Sie alle waren tätig in der Welt, sie sind dem Leid nicht ausgewichen, sondern haben es gesehen. Sie alle waren klar in ihren Statements und Handlungen und sie alle waren ebenso friedlich in der Welt.
Wie ist ihnen das gelungen?
Vor einigen Jahren hat mein Lehrer Daniel Hertlein eine Meditation angeleitet, in der er genau diese Frage aufgegriffen hat. Es war eine der bedeutendsten Meditationen für mich, die ich hier mit dir teilen möchte.
Du findest sie und weitere Texte unter dem Totel „Wandlung – der Weg der Meister“ in seinem Buch „Dein ja zu dir“.

Unser Herz von dem Leid berühren lassen

„Wie finden wir einen Umgang mit Gewalt, Missbrauch, Hass usw.? Wie können wir das Leid in der Welt transformieren?
Wir sehen das Leid und fühlen einen Schmerz in unserem Herzen. Im Schmerz zu verharren und aus ihm heraus eine Besserung der Welt bewirken zu wollen, ist nicht besonders weise. Zuerst ist es wichtig, dass wir auf unsere eigenen Gefühle achten. Wenn es uns gelingt, unseren Gefühlen Raum zu schenken, können wir auch immer mehr wahrnehmen, was der Schmerz in uns wirklich berührt.“

  

Was aktiviert das Leid in uns?

„Aktiviert die Gewalt Ohnmacht oder Hass in uns? Reagieren wir mit Überlegungen, wie wir zum Beispiel Gleiches mit Gleichem vergelten können? Oder trifft die Gewalt auf die transformative Kraft unseres Herzens?“

 

Den Blick in der Meditation auf das lenken, wonach wir uns sehnen

„Entscheidend ist, wo wir den Blick hinlenken. Wenn wir weiterhin auf unser Herz blicken, ohne uns auf geistige Reaktionen zu fixieren, spüren wir, dass es so schmerzt, weil etwas anderes sein möchte!
Möglicherweise berührt die Gewalt den Wunsch nach Frieden und den Sinn für Gerechtigkeit in unserem Herzen. Je mehr wir den gefühlten Frieden sich in unserem Körper ausbreiten lassen, desto mehr beginnen wir auch friedlich zu denken und letztlich friedlich und gerecht zu handeln.“

 

Uns und einen Teil der Erde erhellen

„Wenn wir fühlen, was wir in der Welt vermissen, dann können wir auch fühlen, wonach wir uns sehnen und was zur Erfüllung kommen möchte – durch uns. Auf diese Weise heilen wir uns selbst und erhellen einen Teil dieser Erde durch unser Dasein.“

Namasté,
Brigitte

Wie Sport und Meditation einander bereichern

Wie Sport deine Meditation unterstützt

Ich meditiere seit 2006 täglich, bin zwei Marathons gelaufen, habe einen Triathlon gemacht, liebe laufen und HIIT-Training. In diesem Artikel liest die Erkenntnisse von mir und vom Diplom-Psychologen K. A. Beyer über die Kombination von Meditation und Sport.

  1. Im Sport bist du automatisch mit deiner Atmung vebunden
  2. Dadurch bist du weniger im Nachdenken
  3. und beginnst deine körperliche Intelligenz zu schulen
  4. Du lockerst muskuläre und energetische Strukturen – Energie fließt
  5. Das tiefe Atmen reinigt dich und deine Energiebahnen
  6. Du erdest dich und kommst mit deiner Kraft in Verbindung
  7. An sportlichen Grenzen lernst du einen Umgang mit Herausforderungen, die es auf dem inneren Weg ebenso gibt
  8. Du kultivierst Disziplin, Geduld und Ausdauer

Wie Meditation deinen Sport unterstützt

  1. Du kulitiverst eine tiefe, regelmäßige und achtsame Atmung
  2. Durch Selbstliebe und Selbstannahme spürst du besser deine Grenzen und wie du an Grenzen mit dir umgehst

3. Dein Kopf ist bereits frei bevor du Sport machst. So kannst du den Sport und die Natur, falls du draußen Sport machst, noch mehr genießen

4. Wendest du transformative Techniken an, um Emotionen wie Wut oder Traurigkeit zu wandeln, brauchst du den Sport nicht zum Abreagieren, sondern kannst ihn mehr genießen

5. Verlassen seelische Schmerzen deinen Körper, wird deine Körperhaltung aufrechter, du atmest leichter und tiefer und hast noch mehr Freude am Sport

6. Es ist leichter, einen meditativen Zustand im Sport zu erreichen und so möglicherweise außergewöhnliche Zustände, wie zum beispiel das „Runners High“ zu erleben

7. Dein Gefühl für deinen Körper und was er braucht, wird immer klarer

8. Du wirst noch sensibler und aufnahmefähiger für eine wohltuende Atmosphäre, insbesondere im Outdoorsport

9. Meditation macht bewusster für eine gesunde Lebensweise, die die sportlichen Leistungen unterstützt

Der Diplom-Psychologe K.A. Beyer sagt über die Verbindung von Meditation und Sport:

„Ausdauer und Geduld sind wichtige psychische und spiritu­elle Eigen­schaften, die ein Sportler ausbilden muss. Je höher man sich das Ziel steckt, desto länger muss man sich darauf vorbe­reiten. Ein grosses sportliches Ziel erreicht man nicht von heute auf morgen; alle Spitzenleistungen müssen vorerst ein paar Monate oder ein paar Jahre vorbereitet werden. Einem solchen Ziel muss der Sportler viele andere Ziele unterord­nen, wodurch er eine innere Zielstrebig­keit entwic­kelt. (…)

Alle diese Eigenschaften — Disziplin, Selbstüber­windung, Ge­duld, Ausdauer, Zielstrebigkeit und die Herausforderung seiner selbst werden durch den Sport ausgebildet und sind charakterliche Vorausset­zungen eines guten Athleten. Genau dieselben Eigen­schaften spielen aber auch eine entscheiden­de Rolle bei der Meditation, beim Weg zu sich selbst. Disziplin in Form täglicher Übung steht auch hier am Anfang. Wer meditie­ren lernen möchte, muss die Fähigkeit ausbil­den, nach innen zu horchen und zu lauschen, die innere Stimme zu spüren und ihr dann zu folgen. Diese Fähigkeit muss wie ein Muskel trainiert werden. Sie wächst nur langsam heran. Geduld und Ausdauer sind auch hier notwen­dig.“

Wie Sport den inneren Weg unterstützt

Weiter schreibt Beyer: „Niemand wird den Weg nach innen grundlos suchen. Men­schen, die sich nach innen wenden, spüren, dass es etwas Tieferes gibt. Auch wenn sie das Ziel nicht genau kennen, die Richtung steht fest: weg von Stress, Frustration und Oberflächlichkeit und hin zu Frieden, Harmonie, Freude und erfüllter Selbster­kenntnis. Je stärker dieser Drang nach innen ist, desto zielstrebiger wird man diesen Weg verfol­gen.

Die innere Selbstentfaltung geht nicht ohne Hindernisse vor­­an. Müdigkeit, Lethargie, Nervosi­tät, Ablenkung durch Gedan­ken, emotio­nelle Ballungen, Vorurteile, Angst und anderes mehr stellen alltägli­che Hindernisse auf dem Weg nach innen dar. Es ist eine Herausforderung, die einiges an charakterlichem Willen abver­langt, sich letztlich aber immer lohnen wird.

Genau wie beim Sport spielen also auch beim Meditieren Ausdauer, Zielstrebigkeit, Disziplin und Selbstüberwindung eine zentrale Rolle. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Sri Chin­moy in vielen seiner Bücher den Meditati­onsweg als inneres Laufen bezeichnet und den Wert des äusseren Laufens immer wieder mit der Entwick­lung dieser Charaktereigenschaften ver­gleicht.“

Welcher Sport unterstützt die Meditation?

Grundsätzlich alles, was dir Freude macht 🙂
Ich empfinde die Kombination aus Kraft, Ausdauer und freier Bewegung sehr förderlich.

Kraft und Ausdauer druch Laufen, HIIT-Workouts, Schwimmen usw.
Freie Bewegung wie durch Tanz, Bodygroove und Schüttelmeditationen hält den Körper weich, lässt den Körper intuitive Bewegungen machen, die er vielleicht noch nicht kennt und der Körper lernt mehr der inneren Bewegung zu folgen.

Das Video zum Artikel:

Ich wünsche dir viel Freude bei all deinen sportlichen und spirituellen Aktivitäten!

Alles Liebe,
deine Brigitte

Quellen: Eigene Erfahrungen 🙂 und „Die Verbindung von Sport und Meditation“ auf der Webseite von Sri Chinmoy

Die Brust der Frau: der Zugang zu ihrer Lust und Heilung

Die Verbindung zwischen der Brust der Frau und ihrer Lust

Der Zugang zur Lust der Frau geht über die Brust. Eine Atmosphäre der Sicherheit, der Geborgenheit, des Schutzes und des Vertrauens öffnet das Herz der Frau.
Der Herzraum ist energetisch das Zentrum der Sexualität der Frau. Wird sie achtsam und liebevoll an den Brüsten berührt, fließt die Energie in den Unterleib, stimuliert und öffnet die Yoni.

Die Brüste aus energetischer Sicht

Ebenso wie der Penis des Mannes sind die Brüste der Frau energetisch der Pluspol, der gebende Pol der Frau. Die Frau liebt über die Brust, so wie der Mann  über seinen Penis der Frau seine Liebe zeigt.

Ebenso wie es den Mann erfreut, wenn der Penis liebkost und stimuliert wird, genießt es die Frau, wenn ihre Brüste zärtlich und liebevoll berührt werden.

Was genauso wunderschön und intensiv sein kann, ist wenn ihr euch gegenübersitzt und der Mann die Brüste der Frau betrachtet und ausspricht, was er dabei empfindet – also sich nicht immer gleich auf die Brüste stürzt.

Die Beziehung der Frau zu ihren Brüsten

Wie ist deine Verbindung zu deinen Brüsten? Siehst du sie gerne an? Berührst du sie selbst gerne? Hast du schon einmal bewusst erlebt, wie die Berührung deiner Brüste deine Yoni stimuliert und öffnet? Hast du schon einmal einen Orgasmus nur durch die Berührung deiner Brüste erlebt?

Je mehr heilsame Erfahrungen du durch deine Brüste machst und du deine Sensibilität in diesem Bereich annimmst, umso sicherer und offener bist du in Verbindung mit einem Mann. Aus deiner kulitvierten, tiefen und liebenden Verbindung zu deinem Körper und deinen Brüsten kann eine heilsame Verbindung in der Sexualität zu einem Mann entstehen. Sie hilft dir zu erspüren, was dir gut tut, was du dir wünschst und wo deine Grenzen sind. Und umso leichter wird es für den Mann in eurer Verbindung – woher soll ein Mann wissen, was uns gut tut, wenn wir es selbst nicht wissen?

 

Die Reise ins Brust-Lust-Universum

Möchtest du das Brust-Lust-Universum kennenlernen und ergründen?

In einer Einzelsitzung oder geschützten Workshop-Atmosphäre darfst du als Frau in intensive Empfindungen eintauchen, genießen, heilen … was auch immer da sein möchte. Das Schöne daran ist, dass du dich in dieser Zeit tief auf dich selbst einlassen kannst, ohne etwas zurückgeben zu müssen. Als Mann ist es möglicherweise eine neue und sehr wertvolle Erfahrung, der Frau in all ihren Facetten Raum zu schenken. Die Berührungen der Brüste folgen dabei einem bestimmten und bewährtem Ablauf.

 

Sanfte Heilung

Gibt es traumatische Erlebnisse oder emotionale oder energetische Blockaden, ist diese Art der Berührung auch ein unglaublich sanfter Weg der Heilung. Der Unterleib wird dabei nicht berührt und dennoch berührt die Energie selbst den Unterleib, deine ureigene heilsame Energie. Während der Behandlung oder in den Workshops wird auf einen besonders behutsamen Umgang mit der Energie Wert gelegt und du als Frau bestimmst, was in dem Moment für dich gut ist.

 

Lust und Heilung

Was besonders schön an dieser Art der Sexualität ist, ist, dass ein Schmerz oder eine Blockade und das Erleben der Lust gleichzeitig da sein können. Die Wellen der heilsamen Lust nehmen quasi das Blockierte mit und helfen dem Körper, es loszulassen. Auf diese Weise kann Heilung zu einem lustvollen Erlebnis werden und die Energie selbst bringt alle Erkenntnisse, die in den Blockaden oder Schmerzen liegen und die für dich wichtig sind, hervor.

Hast du Lust bekommen?

Möchtest du als Frau in dieses Erleben eintauchen oder möchtest du als Mann deine Partnerin dabei begleiten? Dann freue ich mich, wenn wir uns zu einer Einzelbehandlung oder in einem unserer Workshops sehen!

Deine Brigitte

 

Das Video zum Artikel:

Kann die Energie frei fließen oder versuchen wir uns „passend“ zu machen?

Der Körper ist ein unglaublich authentischer Begleiter. Er bringt sich sehr ehrlich zum Ausdruck, wenn etwas „passt“ oder „nicht passt“. Nur, erlauben wir uns, auf ihn zu hören? Oder meinen wir, es besser zu wissen, ihn zu manipulieren, uns passend machen zu müssen?

In diesem Artikel möchte ich auf ein Thema eingehen, das mich über sehr viele Jahre begleitet hat. Ich habe zwei Partnerschaften gelebt, in denen meine sexuelle Energie nicht gut fließen konnte. In diesen Jahren habe ich das Vertrauen zur Natürlichkeit dieser Energie und zur Sprache meines Körpers zum großen Teil verloren. Viele Fragen und ein Gefühl des Nicht-richtig-seins blieben zurück und ich habe einige Zeit und viel innere Arbeit gebraucht, um wieder zu meiner Natürlichkeit zurückzukehren.

Vielleicht hilft dir und inspiriert dich dieser Artikel auf deinem Weg oder in deiner momentanen Situation.

Mal „zu wenig“, mal „zu viel“ – über das Forcieren und Zurückhalten der Energie

Uns anders haben zu wollen, an uns herumzudoktern, bringt nicht sehr viel außer noch größere Blockaden. Je mehr ich das nämlich getan habe, umso weiter entfernte ich mich von meiner Natürlichkeit und die Energie konnte kaum noch fließen. Mir hat es also zumindest weder Heilung, eine erfüllte Beziehung oder die Befreiung der Energie gebracht.

In einer sehr langjährigen Beziehung, die auf zwischenmenschlicher Ebene super lief, konnte ich mich für meinen Partner sexuell nicht mehr tief öffnen. Egal, was wir ausprobiert haben – auf zwischenmenschlicher oder körperlicher Ebene, wie Unterwäsche, Übernachtung in einem Hotel mit erotischen Zimmern, Massagekure und -videos, entspannende Urlaube und vieles mehr … es war nicht sehr viel zu machen. Es war okay für uns, aber eben nur okay. Bis die Energie für mich nicht mehr spürbar war. Ich fühlte mich über sehr lange Zeit wie abgeschnitten von meinem Unterleib. Die Yoga- und Meditationspraxis und insbesondere mein Lehrer haben mich das immer wieder spüren lassen.

Damals habe ich mich noch nicht viel mit anderen Menschen über Sexualität ausgetauscht und bin entweder davon ausgegangen, dass ich „falsch“ bin oder dass ich einfach ein Mensch mit wenig Lust bin. In den Gesprächen, die ich hatte, wurde das „Falschsein“ noch bestätigt – im Nachhinein betrachtet von Menschen, die selbst ihre Sexualität nicht erfüllend lebten. Da ich in meiner Familie sah, dass man deswegen trotzdem zusammenleben konnte, haben wir uns eine Weile damit abgefunden. Bis ich immer depressiver wurde und es meinem Partner gesundheitlich immer schlechter ging.

Da wir beide spirituell praktizierten und von unseren Lehrern immer wieder auf diesen Zustand angesprochen wurden, konnten wir nicht umhin, uns dem zu stellen.

Auf Anraten meines Lehrers habe ich eine Woche bei einer Freundin verbracht, die mir ein Zimmer ihrer Wohnung zur Verfügung gestellt hat. Sobald ich dort war, spürte ich meinen Unterleib wieder und meine volle Lust. Wow. Das war sehr beeindruckend. Ich genoss es, diese Lebendigkeit in mir wahrzunehmen, es war ein völlig neues Lebensgefühl. Als ich nach dieser Woche wieder in die gemeinsame Wohnung meines Partners und mir zurückkam, fühlte ich ab dem Bauchnabel abwärts wieder nichts mehr, es war wie tot dort unten.

Wir versuchten es dennoch eine Weile, weil wir uns nicht trennen wollten. Aber mein Körper wollte nicht. Das Gefühl, nicht zu „funktionieren“ oder nicht „richtig“ zu sein, war immer präsent. Selbst wenn in der anderen Wohnung oder bei der Energiearbeit meines Lehrers die volle Lebendigkeit erlebbar war. Zu akzeptieren, was der Körper mir zeigte, fiel mir damals gar nicht leicht. Ich spürte nun, dass körperlich alles passte, dachte aber, ich sei falsch, weil ich es in der Beziehung nicht hinbekomme.

Hier schreibe ich nur aus meiner Perspektive. Aber für meinen Partner war es mindestens ebenso quälend und das war mir bewusst. Er wusste nicht, wohin mit der Energie, wurde immer wieder von mir zurückgewiesen, musste die Energie unterdrücken …

Heute sind wir beide glücklich. Er hat eine wunderbare Frau und ein Kind und ich lebe frei meine Körperlichkeit.

Mein Lernen sollte in dieser Phase offensichtlich weitergehen 😊, denn so kam ich von dem einen Extrem bald in ein anderes Extrem. Ich war recht bald mit einem anderen Mann zusammen, bei dem mein Körper reagierte, wie ich es die Jahre davor lange nicht mehr erlebt habe. Auf ganz natürliche Weise, ohne Bemühungen. Im Laufe dieser Beziehung entwickelte es sich allerdings bald wie in meiner Beziehung davor, nur mit getauschten Rollen. Ich wollte und konnte körperliche Nähe leben, aber mein Partner eher weniger.

Ich kann leider gerade wieder nur aus meiner Perspektive schreiben. Was zurückblieb, als er sich von mir trennte, war ein Gefühl, einem Mann mit all meiner Lust und Leidenschaft nun zu viel zu sein.

Das Gefühl, als Frau und in meiner Sexualität „zu wenig“ oder „zu viel“ zu sein, hat mich lange geprägt. Ich habe nach diesen beiden Beziehungen erstmal viel praktiziert, Meditation, Yoga, mein Herz ergründet, mich von meinem Lehrer begleiten lassen und meine Sexualität mit mir genossen. In dem Genießen der Sexualität mit mir selbst, habe ich mich sehr gut kennengelernt, energetisch mit mir selbst gearbeitet und immer mehr zu mir und meiner Natürlichkeit zurückgefunden.

Als ich so bei mir war, traf ich einen Mann, bei dem ich alles sein konnte: zurückhaltend, leidenschaftlich, verletzlich, lustvoll, alle Facetten, die gerade da waren. Wir verlebten viele Stunden über Monate hinweg auf körperlicher Ebene miteinander. Stunden, in denen bei mir viel heilen konnte. Auch wenn ich all meine mir bis dahin bekannten Facetten in mir angenommen hatte und gut mit meiner Sexualität sein konnte, war es doch unglaublich heilend, nährend und euphorisierend, dies auch mit einem Mann zu teilen, der das ebenfalls genoss.

 

Wie Erfahrungen zu Glaubenssätzen werden, die die Energie ebenfalls blockieren

Während meinen Beziehungen haben sich in mir Überzeugungen entwickelt und aus diesen Überzeugungen bestimmte Emotionen. Die Überzeugungen aus der ersten Beziehung, wie „Ich bin falsch“, „Bei mir fließt die Energie halt eben nicht“, „Ich bin zu wenig“, „Ich muss mit einem Mann schlafen, damit zumindest er sich nicht zurückhalten muss“ und wahrscheinlich noch einige mehr haben sich immer mehr festgesetzt und Emotionen wie Resignation, Wut auf mich und den Mann und Traurigkeit ausgelöst. In der darauffolgenden Beziehung kamen Überzeugungen hinzu wie „Meine Leidenschaft ist zu viel“, „Ich bin nicht attraktiv“ und so weiter.
All das, weil ich eigentlich der Weisheit der Energie und meines Körpers nicht vertraut habe. Beide Verbindungen waren nicht als Beziehungen für mich gedacht und das konnte ich nicht klar fühlen oder akzeptieren. Daraus schlussfolgernd habe ich mich für beide Männer versucht, passend zu machen – was natürlich und zum Glück nicht funktioniert.

Das Alleinsein und das Praktizieren mit meiner Energie, das Mich-kennenlernen und Sein-lassen haben letztendlich wieder das Vertrauen in mich und die Intelligenz der Energie und des Körpers wachsen lassen. Ich suchte dadurch nicht im Außen nach einem „Ok“ und konnte mich vielmehr mit mir selbst vertraut machen.  Aus dem heraus konnte ich dann anderen Männern klarer begegnen, spüren, was mir gut tut, was in der Verbindung möglich ist, ohne mich dabei richtig oder falsch zu fühlen. Die Erfahrungen des Ok-seins in Verbindung halfen mir natürlich dennoch noch mehr, die Glaubenssätze aufzulösen und ein heilsames Beisammensein zwischen Frau und Mann zu genießen, in dem alles natürlich fließen darf.

 

Meine Learnings

Was ich in dieser Zeit am meisten gelernt habe, ist aufzuhören an mir herumzudoktern, mich anders haben zu wollen als ich bin, zu denken, meinen Körper manipulieren zu können, meine Energie kennenzulernen und dem zu folgen, wo meine Energie hinmöchte, wo bzw. mit wem sie in Resonanz geht und heilsam gelebt werden kann. Darauf zu achten, welche Signale mir mein Gegenüber sendet und ehrlich in mich und die Situation hinzuschauen, auch wenn ich mir manches in dem Moment anders wünsche. Zu sehen, was natürlich da ist und was nicht. Und wie schnell sich Erfahrungen zu Glaubenssätzen festsetzen und wie die Zeit und Praxis mit sich, diese wieder auflösen kann.

 

Willkommen Natürlichkeit!
Deine Brigitte