Durch Meditation einen Umgang mit dem Leid in der Welt finden

 

Vielleicht kennst du es, dass dich manchmal das Leid in der Welt so trifft, dass du entweder schnell Linderung schaffen möchtest und aktiv wirst oder dich oft ohnmächtig fühlst.
Wie können wir durch Meditation einen Umgang mit dem Leid in der Welt finden? Und aus unseren Erkenntnissen heraus dann in der Welt tätig sein?

meditation und umgang mit leid in der welt

Wie haben die Meister vor uns einen Umgang mit dem Leid in der Welt gefunden?

Als Teenager habe ich mich viel mit Gandhi und Albert Schweitzer beschäftigt. Später mit Martin Luther, Mutter Theresa und Nelson Mandela. Sie alle waren tätig in der Welt, sie sind dem Leid nicht ausgewichen, sondern haben es gesehen. Sie alle waren klar in ihren Statements und Handlungen und sie alle waren ebenso friedlich in der Welt.
Wie ist ihnen das gelungen?
Vor einigen Jahren hat mein Lehrer Daniel Hertlein eine Meditation angeleitet, in der er genau diese Frage aufgegriffen hat. Es war eine der bedeutendsten Meditationen für mich, die ich hier mit dir teilen möchte.
Du findest sie und weitere Texte unter dem Totel „Wandlung – der Weg der Meister“ in seinem Buch „Dein ja zu dir“.

Unser Herz von dem Leid berühren lassen

„Wie finden wir einen Umgang mit Gewalt, Missbrauch, Hass usw.? Wie können wir das Leid in der Welt transformieren?
Wir sehen das Leid und fühlen einen Schmerz in unserem Herzen. Im Schmerz zu verharren und aus ihm heraus eine Besserung der Welt bewirken zu wollen, ist nicht besonders weise. Zuerst ist es wichtig, dass wir auf unsere eigenen Gefühle achten. Wenn es uns gelingt, unseren Gefühlen Raum zu schenken, können wir auch immer mehr wahrnehmen, was der Schmerz in uns wirklich berührt.“

  

Was aktiviert das Leid in uns?

„Aktiviert die Gewalt Ohnmacht oder Hass in uns? Reagieren wir mit Überlegungen, wie wir zum Beispiel Gleiches mit Gleichem vergelten können? Oder trifft die Gewalt auf die transformative Kraft unseres Herzens?“

 

Den Blick in der Meditation auf das lenken, wonach wir uns sehnen

„Entscheidend ist, wo wir den Blick hinlenken. Wenn wir weiterhin auf unser Herz blicken, ohne uns auf geistige Reaktionen zu fixieren, spüren wir, dass es so schmerzt, weil etwas anderes sein möchte!
Möglicherweise berührt die Gewalt den Wunsch nach Frieden und den Sinn für Gerechtigkeit in unserem Herzen. Je mehr wir den gefühlten Frieden sich in unserem Körper ausbreiten lassen, desto mehr beginnen wir auch friedlich zu denken und letztlich friedlich und gerecht zu handeln.“

 

Uns und einen Teil der Erde erhellen

„Wenn wir fühlen, was wir in der Welt vermissen, dann können wir auch fühlen, wonach wir uns sehnen und was zur Erfüllung kommen möchte – durch uns. Auf diese Weise heilen wir uns selbst und erhellen einen Teil dieser Erde durch unser Dasein.“

Namasté,
Brigitte

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