Milch-Meditation:
Kuhmilch ethisch und mitfühlend beleuchtet

In diesem Artikel möchte ich Informationen geben, die ich lange Zeit nicht hatte. Ich war 15 Jahre Vegetarierin und dachte, mit dem Verzicht auf Fleisch kein Leid mehr zu erzeugen. Vor sechs Wochen erst entdeckte ich, wieviel Leid erzeugt wird, nur damit ich andere tierische Produkte essen kann, auf die ich inzwischen auch verzichten kann. Vielleicht findest du hier ebenfalls Informationen, die du noch nicht hattest. Ich finde es immer toll, zumindest so viele Informationen zu haben, damit ich eine Wahl habe. Uninformiert habe ich keine Wahlmöglichkeiten.

Milch-Meditation

Bild von congerdesign (pixabay)

Was sehen wir, wenn wir vor einem Glas Milch sitzen? Wie fühlen wir uns? Welches Verlangen haben wir?

Die Praxis der Dankbarkeit und des Buddhismus inspirieren dazu, vor dem Essen oder Trinken kurz innezuhalten und die Nahrung zu betrachten. Unsere Nahrung entsteht aus unzähligen Verbindungen. Wir können uns also damit verbinden, woher sie kommt, wer daran mitgewirkt und mitgeholfen hat, dass sie nun so vor uns liegt. Diese Praxis weitet unseren Blick, lässt uns Verbindungen fühlen, öffnet möglicherweise unser Herz und erfüllt es mit Dankbarkeit. Das kann bis zu den Sonnenstrahlen gehen, durch das das Gras auf der Weide wächst, auf der die Kuh grast – falls sie in einer natürlichen Umgebung sein darf.

Was wissen wir, wie es nun zu diesem Glas Milch bzw. anderen Milchprodukten wie Käse, Quark, Joghurt, Schokoriegeln etc. kommt?

Bekommen wir ganz natürlich Kuhmilch? Die Besamung.

Bild von FXQuadro (Shutterstock)

So wie alle Frauen und andere weiblichen Säugetiere, produziert eine Kuh nur dann Milch, wenn sie schwanger ist. Die Milch dient dem Neugeborenen als wichtigste Nahrung. Wenn eine Kuh ein Kalb zur Welt bringt, wird ihr dieses gleich nach der Geburt weggenommen, damit wir die Milch bekommen.

Schwanger werden die Kühe heutzutage in der Milchproduktion nicht durch einen genussvollen Verkehr mit einem Bullen ihrer Wahl auf freier Wiese, sondern indem ihnen ungefragt ein Mensch seinen Arm bis zur Schulter in die Vagina schiebt. Hat er die Gebärmutter erwischt, führt er dann mit der anderen Hand eine fast einen Meter lange Kanüle ein. Frisches, eingekauftes Bullensperma wird gespritzt. Ist die Besamung erfolgreich, beginnt die Milchproduktion und neun Monate später kommt ein Kälbchen zur Welt.

„Der schlimmste Schrei, den ich je gehört habe, ist, bei weitem, eine Mutterkuh auf einem Milchviehbetrieb, die Tag für Tag schreit, dass ihr ihr gestohlenes Baby zurückgegeben werden soll. Und warum stehlen Menschen die Babys von ihren Kuh-Müttern?
Nun, die Milchindustrie kann keine kleinen Babys haben, die all die Milch aufsaugen, die für sie bestimmt war.
Jedes Mal, wenn du ein Glas Kuhmilch trinkst, ist es nicht für ein Kalb.“
(Gary Yourofsky, amerikanischer Tierrechtsaktivist und Dozent)

Kuhmilch ethisch beleuchtet – Traumatische Trennung von Mutter und Kalb

Bild von Kälberboxen von PETA

Kühe geben den Menschen weder ihre Milch noch ihr Kalb freiwillig.

Manchmal wird nicht einmal gewartet, bis das Junge auf der Welt ist. Die ungeborenen Kälber werden wegen ihres besonders weichen Leders geschätzt und früher aus dem Mutterleib geholt.
Wird das Kalb geboren, wird es der Mutter weggenommen, damit die Menschen die Milch bekommen, die eigentlich ihrem Kalb zukommen sollte. In ihr sind die Hormone, die das Kalb schnell kräftig werden lassen und es an die Mutter bindet.
Der Mensch ist übrigens die einzige Spezies, die noch nach dem Säuglingsalter Milch trinkt und die Muttermilch einer anderen Spezies trinkt.

„Der menschliche Körper braucht Kuhmilch genauso wenig wie er Hundemilch, Pferdemilch oder Giraffenmilch benötigt.“ (

Kuhmilch mitfühlend beleuchtet – traurige Milchkühe

‚Der Autor Oliver Sacks, M.D., schrieb von einem Besuch, den er zusammen mit der Rinderexpertin Dr. Temple Grandin auf einer Milchfarm absolvierte. Als sie auf dem Hof ankamen, herrschte bei den Tieren große Aufregung. Lautes Gebrüll war zu hören. „Sie haben wohl heute Morgen die Mütter von den Kälbchen getrennt“, meinte Dr. Temple Grandin, und genau das war geschehen. „Wir sahen eine Kuh außerhalb des Geheges umherstreifen, die brüllend ihr Kalb suchte. Das ist keine glückliche Kuh, das ist eine traurige, unglückliche, verärgerte Mutter, die ihr Baby zurück will. Sie brüllt nach ihm, sucht nach ihm. Sie mag den Verlust für eine Weile verdrängen, doch dann beginnt sie die Suche erneut. Es ist wie ein Grämen, Trauern – darüber wurde noch nicht viel geschrieben. Die Menschen gestehen Kühen nicht gerne Gedanken oder Gefühle zu.‘ (1)

In den derzeit ca. 64.000 Milchbetrieben in Deutschland werden Mütter und Kinder gleich nach der Geburt getrennt, auch auf Bio-Höfen. Nur wenige Landwirte machen es anders.

Gleich wieder geschwängert
Schon 6–8 Wochen nach der Geburt ihres Kalbes wird die Kuh erneut besamt und geschwängert.
Das ist inzwischen der Kreislauf einer Kuh geworden: Besamung, Trächtigkeit, Geburt, Besamung, permanente Milchproduktion, Melkprozesse und wenn sie nicht mehr nützlich ist, wird sie geschlachtet.

Von den yogischen Prinzipien Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen und Respekt vor Sexualität ist hier nichts zu sehen. Wegen dieser Prinzipien und meiner Tierliebe, die ich in meinem Herzen fühlte, wurde ich eigentlich Vegetarierin. Dass sie auch beim Milchgenuss so ignoriert werden, war mir nicht bewusst.

Die Trauer der Mütterkühe

„Vielleicht ist dieser tage- und wochenlang anhaltende Schmerz noch schlimmer als alles, was Kühen und Kälbern später im Schlachthaus geschieht. Seit der grauen Vorzeit ist es für Kälber und Kühe immer schlimmer geworden, vor allem in den letzten Jahrzehnten. Ihr Leiden ist kaum zu fassen. Man hat ihnen alles genommen, was sie als Kühe, als fühlende, intelligente Geschöpfe brauchen: Mutterliebe, Kinderliebe, enge familiäre Beziehungen, eine Großfamilie (Herde), Bewegung auf sauberen, duftenden Wiesen, Grünfutter, einen weichen Platz zum Liegen, Hörnerschmuck, natürlichen Wechsel von Schwangerschaft und Aufzucht ihrer Kinder usw. – also eigentlich ihr ganzes Leben, lange bevor sie im blutigen Grauen der Schlachthöfe umgebracht werden. (…)

Mutterliebe (seltener auch Vaterliebe) ist von der Natur als eines der stärksten und fürs Überleben wichtigsten Gefühle unzähligen Tierarten einschließlich des Menschen eingepflanzt worden. Wie intensiv dieses Gefühl und wie vernichtend seine Verletzung für Mutter und Kind sind, nahmen Menschen auch schon sehr früh bei den Tieren wahr, die sie versklavt hatten. Die erste Darstellung einer Kuh, der aus Trauer um ihr Kalb eine Träne aus dem Auge rollt, entstand vor gut 4000 Jahren in Ägypten.
Bauern, die sich heute aus der Hölle der Milchproduktion zurückgezogen haben, berichten mit Entsetzen davon, wie von ihren Kindern getrennte Kühe tage- und nächtelang ihren Schmerz in die Welt hinausschrien.“ (2)

Was geschieht mit den Kälbern?

Bild von PETA

Die Ohrmarken werden allen Kälbern meist ohne Betäubung geschossen.
Die weiblichen Kälber werden so gefüttert, dass sie zu produktiven Milchkühen werden, die männlichen Kälber zu Fleischlieferanten.
Die weiblichen Kälber ereilt dasselbe Schicksal wie ihre Mütter. Aufgrund der Milchproduktion eignen sie sich nicht zum Mästen.
Die ersten Lebenswochen verbringen die Kälber alleine in sogenannten Kälberboxen. Sie suchen nach Wärme und Zuneigung, die sie so nicht bekommen.

Da die männlichen Kälber naturgemäß keine Milch geben, sind sie für die Milchindustrie nicht nutzbar. Sie werden nach ein bis vier Wochen an Mastbetriebe verkauft und für die Fleischproduktion gemästet bis sie nach wenigen Monaten, oft bis etwa eineinhalb Jahren, meist noch als „Kleinkinder“, im Schlachthof landen.
Weniger gesunde Tiere werden schon nach ein paar Tagen geschlachtet.

Durch aufgezwungenen Bewegungs- und Eisenmangel wird das Fleisch von Kälbern zart und blassrosa gemacht.

Durch schlechte Haltungsbedingungen sterben schon viele vor dem geplanten Zeitpunkt der Schlachtung. Die Sterblichkeitsraten von Kälbern während der Aufzucht liegen bei 10 bis 15 Prozent.

Stressgeschwüre bei den Kälbern

Werden die Mägen der geschlachteten Kälber untersucht, werden bei bis zu 90% (in Italien) und bei bis zu 20% (in der Schweiz) Magengeschwüre gefunden. Die Dunkelziffer liegt viel höher, da die Mägen der Kälber kaum untersucht werden. Diese Geschwüre verursachen Schmerzen und Brennen, jedes Mal, wenn die Nahrung den Magen passiert. Die Geschwüre sind auf die schlechte Ernährung und den Stress zurückzuführen, die bereits bei der Trennung von Mutter und Kalb beginnt. (3)

Enthornung von Kälbern

Bild von Peta

Kühe und Rinder tragen ursprünglich Hörner. Mit ihnen kommunizieren sie und lösen Konflikte.
In der Haltung sind die Tiere enormen Stress ausgesetzt und damit sie sich nicht gegenseitig verletzen, werden sie enthornt. Die Hörner sind stark durchblutet und mit Nerven durchzogen. Daher ist das Enthornen eine sehr schmerzhafte Prozedur. In mehreren Ländern und auch in Deutschland darf dieser Eingriff ohne Betäubung durchgeführt werden. (4) Wie sehr sich ein Tier dabei vor Schmerzen windet, ist in der Dokumentation von ARTE „Das Leben der Kühe“ zu sehen. (5)

Wenn ein männliches Kalb zum Zuchtbullen wird

In der Dokumentation von ARTE „Das Leben der Kühe“ (2016) wird gezeigt, wie ein „Zuchtbulle“ zur Versteigerung vorgeführt wird. Friedlich und von den Scheinwerfern irritiert steht er im Rampenlicht, während Menschen mit Geld um seine Samen bieten. Züchter erhalten Trophäen.
„Seit den Anfängen der Domestizierung wird das Sexualleben der Rinder genau kontrolliert, um ideale Nutztiere hervorzubringen.“, so heißt es in der Dokumentation.
Seit 1966 beschließt das deutsche Landwirtschaftsministerium ein umfangreiches Programm zur künstlichen Befruchtung. Dafür werden männliche Kälber nach bestimmten Kriterien ausgewählt.
In einem französischen Stall wurde der Bulle Jocko Besné geboren, der bald ein „Star“ wurde: er hat 400.000 Töchter in seinem Leben entstehen lassen. Eine Kuh hat er in seinem Leben aber nie gesehen.
Fortan hatten Tiere einen genetischen Wert und es ging auf dem Markt um hochwertige Samen, um proteinreiche Milch und Leichtkalbigkeit.

Spermagewinnung – und das einsame Sexleben

Zuchtbullen verbringen ihr Leben meist in sog. „Besamungsstationen“. Zur Spermagewinnung wird ein Ochse oder sog. „Standbulle“ angebunden, der es hinnimmt, von mehreren Bullen von hinten besprungen zu werden. Es wird dabei ausgewählt, wer ruhig genug ist, sich bespringen zu lassen. Da die Bullen sehr früh von den Müttern getrennt werden, sehen sie ihr Leben lang keine Kuh und können von hinten nicht unterscheiden, ob es sich um eine Kuh oder einen Ochsen handelt.
Ein Zuchtbulle wird nie eine Kuh lebend sehen.
Ansonsten wird eine Attrappe genutzt, ein Bock, auf den der Bulle aufspringt. Das Ejakulat wird von einem Arbeiter in einer Gummivagina abgefangen. Ein Ejakulat reicht für 600 bis 800 Portionen zu je 0,25 Milliliter und kann von den Bauern für ihre Kühe nach bestimmten Kriterien ausgewählt und gekauft werden.
Die Tiere werden zu Maschinen, die weitere Maschinen erzeugen. Das bedeutet auch, dass die sehr sozialen Wesen keine Beziehung mehr zueinander haben.

Die Melkprozedur 

Bild von kevsphoto (pixabay)

Heute finden immer mehr sog. „Melkroboter“ Anwendung.
Die Kühe bei der Farm „Dairy“ in den USA kommen bis zu 3 Mal täglich für 10 Minuten auf ein Melkkarussell, wo ihre Leistungsfähigkeit während der maschinellen Melkung gemessen und ausgewertet wird. Danach geht es weiter zum Essen oder Ausruhen. Die Kühe werden im Schnitt 5 Jahre alt, „das bedeutet 3 Laktationsperioden“, so heißt es in der Dokumentation von Arte. Das Leben wird also an der Dauer der Milchproduktion gemessen. Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Kuh liegt bei 15 Jahren.
Da eine Kuh nur Milch gibt, wenn sie ein Kälbchen erwartet oder hat, wird der Abstand zwischen den Schwangerschaften mittels Hormonen so gering wie möglich gehalten. „Eine Kuh wird geschlachtet, sobald der Erlös der Milch die Futterkosten nicht mehr deckt.“, so die Dairy Farm. Ist das Tier nicht produktiv genug für den Menschen, entscheidet er also über den Todestag der Kuh.

Seit den 90er Jahren verbreiten sich automatisierte Melksysteme auch in Deutschland.

Komplikationen bei der Milchgewinnung

Bild von ehrecke (pixabay)

Ein Problem bei der Hochleistungs-Milchgewinnung ist die schmerzhafte Euterentzündung, die sog. Mastitis. Sie wird begünstigt von einer schwachen Abwehrkraft der Kuh und von den Folgen der Zucht: dass die Euterzitzen leichter zugänglich sind, damit besser gemolken werden kann und die Zitzen bzw. Milchgänge kürzer sind.

Ausgedient – der Transport zum Schlachter

Bild von PETA

Da der Transport von Lebendtieren billiger ist als der von Fleisch, das gekühlt werden müsste, werden jedes Jahr Millionen Tiere quer durch Europa gefahren.
In Deutschland werden jährlich ca. 3,6 Millionen Rinder geschlachtet. Davon werden ca. 800.000 in Staaten außerhalb Europas transportiert.
Kälber werden schon ab einem Alter von 14 Tagen nach Spanien verkauft. Eine Fahrt, die von Deutschland aus zwei bis drei Tage dauert. Stammen die Kälber aus osteuropäischen Ländern, ist die Fahrtzeit entsprechend länger.
Seit Jahren wird dokumentiert, wie die Tiere auf den Transporten misshandelt werden. (6)

Auf dem ORF erschien 2018 ein Bericht – der auf Youtube zu sehen ist -, in dem Kühe aus „guter“ Haltung in Ägypten wiedergefunden wurden. Im Film ist zu sehen, wie brutal die Tiere zu ihrer Hinrichtung getreten und mit Stöcken geschlagen werden.

Die Tiertransportwägen fahren dabei über Landstraße bzw. Autobahn und nicht durch die Stadt – derartige Bilder werden bewusst vor der Bevölkerung fern gehalten. Auch die Schlachthöfe sind weit außerhalb. So sind wir mit dem Leid auch nicht wirklich in Kontakt und bekommen es nicht mit – außer wir sehen Undercover-Aufnahmen.

Vom Lebewesen zum Fleischstück

Bild von Jai79 (pixabay)

Nach dem Transport werden die zu schlachtenden Rinder in eine Sammelbox gesperrt. Nach und nach wird jedes Rind einzeln in eine vergitterte Schleuse und dann in den Schlachtraum gebracht. Das tote Fleisch des „Vorgängers“ hängt teilweise bereits mit abgezogener Haut im Schlachtraum. (7)

Mit einem Bolzenschussgerät, das einen Bolzen in den Kopf des Tieres rammt, wird dieses bewusstlos gemacht. Falls es ordnungsgemäß verläuft. Wie jüngere Undercover-Aufnahmen, z. B. vom deutschen Tierschutzbüro, in deutschen Schlachthöfen, zeigen, wird ein Rind häufig auch bei lebendigem Leib geschlachtet, wenn die Betäubung nicht greift.

Für die Betäubung gibt es nur 12 Sekunden Zeit. Ca. 200.000 Rinder werden jährlich kaum betäubt geschlachtet. D. h. in Deutschland verbluten jährlich etwa 5 – 9 % aller Rinder an einem Bein aufgehängt bei vollem Bewusstsein. 10–20 % der Kühe sind bei der Tötung trächtig, so dass das Kalb dabei erstickt.

Zur weiteren „Bearbeitung“ wird das Tier mit einem Bein an einen motorbetriebenen Kettenzug befestigt und „gestochen“. Bis zu diesem Zeitpunkt ist das Tier lediglich betäubt, aber nicht tot! Oft kriegen sie sogar noch mit, wie der Schlächter mit einem Messer die beiden Halsschlagadern durchschneidet oder den Bruststich ausführt.
Nach vorheriger Kühlung auf max. 7 Grad oder weniger wird der Körper in die entsprechenden Teilstücke zerlegt und kommt als Steak, Burger oder Hackfleisch in den Handel. (7)

Was sehen und fühlen wir nun, wenn wir Milch- und Fleischprodukte betrachten bevor wir sie essen oder trinken?
Mir haben diese Informationen über die Milchproduktion bis vor kurzem gefehlt.
Wenn es eine Ernährung gibt, die Leid vermeiden kann und sich zusätzlich auf das Klima und den Welthunger positiv auswirkt … erscheint es sinnbefreit, weiterhin Fleisch- und Milchprodukte kaufen, hinter denen so viel Leid steckt.

Für dich ist es ein kleiner Handgriff, für diese Lebewesen bedeutet es ein neues Leben

Foto von Ja79 (pixabay)

Pflanzenmilch wird seit Jahrhunderten in verschiedenen Kulturen konsumiert, aber ihre Popularität ist in den letzten 10 Jahren sprunghaft angestiegen. Das Angebot an gesunden veganen Milchalternativen zum Trinken, Kochen und Backen ist so groß, wie noch nie zuvor.
Ein kleiner Handgriff von uns im Supermarkt kann über so viel Leben und Leid entscheiden.

Gut Aiderbichl rettet u. a. Milchkühe und Kälber

Hier findest du einige Videos mit einem Happy End für gerettete Kühe und Kälber:

XXL-Kuh Gina sollte trächtig zum Schlachter!

Ankunft von Kälbchen Moni

Gaucho-Tanz von Stier Bandit als Dank!

Danke, dass du diesen Artikel bis hierher gelesen hast. Ich würde mich freuen, wenn du das Gelesene auf dich wirken lässt. Wie eingangs erwähnt, wollte ich hier nur Informationen teilen, die wir in der Werbung so nicht zu sehen oder zu hören bekommen. Die Werbung zeigt nicht, wie vereinsamt Kühe, Kälber und Bullen – diese zutiefst friedlichen und sozialen Wesen – sind und wie sehr sie für unser kurzes Geschmackserlebnis leiden.
Wenn du etwas verändern möchtest, erlaube dir, es in deinem Tempo zu machen und verurteile dich nicht, wenn du einen Verzicht nicht gleich schaffst. Die meisten von uns sind mit all dem aufgewachsen und es braucht manchmal Zeit von Gewohnheiten loszulassen.

Ich danke dir für deine Zeit.
Brigitte

 

Die Schauspielerin Emily Deschanel hat auf Youtube ein ca. 2-minütiges Video gemacht, das du dir als Zusammenfassung zu diesem Artikel anschauen kannst.

Quellen:

(1) https://www.peta.de/kuehe
Oliver Sacks: „An Anthropologist on Mars: Seven Paradoxical Tales“, Vintage Books: New York, 1996

(2) https://www.tierrechte-bw.de/index.php/kuehe.html

(3) Dokumentation vom NDR „Armes Kalb: Abfallprodukt der Milchindustrie“

(4) https://proveg.com/de/5-pros/tiere/milchkuehe-kuhhaltung-milchproduktion

(5) Dokumentation von ARTE „Das Leben der Kühe“ (2016)

(6) https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/landwirtschaft/tiertransporte

(7) http://www.schlachthof-transparent.org/pages/schlachtprozess/rinderschlachtung.php

Herzlichen Dank an PETA, die mir die Fotos zur Verfügung gestellt hat! www.peta.de

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